Metadaten von Fotos automatisch mit Image Metadata Cruncher verarbeiten

Image Metadata Cruncher

Mit dem Plugin Image Metadata Cruncher (IMC) lassen sich Fotos während des Uploads automatisch mit einer Beschreibung und einem Titel versehen.
Dafür werden die EXIF- und IPTC-Metadaten extrahiert, die während des Fotografierens oder auch in einem Bearbeitungsprogramm wie Lightroom oder Aperture erzeugt und vergeben werden.
Benutzen lässt sich dies, wenn man zum Beispiel Bilder mit ihren Aufnahmedaten und einem Copyright in einer Galerie oder Lightbox zeigen möchte. Im Idealfall funktioniert das alles automagisch.
Das Plugin wird leider nicht mehr aktiv entwickelt, aber es ist – fast – vollständig. Eine kleine Änderung muss man vornehmen, dazu dann später mehr.

Verwendung

Der IMC extrahiert die EXIF- und IPTC-Metadaten aus einem Foto. Die einzelnen Metadaten lassen sich beliebig mit einander kombinieren, sodass auch Beschreibungen wie “Dieses Foto wurde mit Kamera xy und 333 mm Brennweite geschossen.” möglich sind.
Um dies zu realisieren, muss man in den Einstellungen des Plugins festlegen, welche Beschreibungsfelder eines Fotos – Titel, alternate text, caption, description – mit welchen Daten gefüttert werden sollen. Hier zwei Beispiele:

  • Titel:
    {Image:filename } {EXIF:DateTimeOriginal @" vom $"}
  • Description:
    {EXIF:Model @"Kamera: $"}{EXIF:FocalLength @", Brennweite: $mm" % ""}{EXIF:computed>ApertureFNumber @", Belichtung: $ –"}{EXIF:ExposureTime@" $ sec –"}{EXIF:ISOSpeedRatings@" ISO $"}{EXIF:Copyright @", © $"}

Das Feld “Caption” lasse ich nicht automatisch mit Werten belegen. Ich gebe lieber selbst eine Beschreibung ein, denn Dinge wie “Mein neuer Rasenmäher” kann der IMC nun wirklich nicht leisten.

Anzeige der Brennweite

Wie oben schon erwähnt, hat das Plugin genau eine kleine Schwäche. Anstatt die Brennweite als ganze Zahl anzuzeigen – “120” – wird sie als Bruch dargestellt – “120/1”. Das braucht kein Mensch. Da das Plugin nicht mehr gepflegt wird, muss man den Quellcode allerdings selbst an einer Stelle ändern, um dieses Verhalten abzustellen.

Dazu trägt man in der Datei “image-metadata-cruncher.php” des Plugins unter die Zeile 458

$value = str_replace("", '', $value);

folgenden Code ein:

 if($key == "FocalLength") {
         $value = wp_exif_frac2dec($value);
 }

Lädt man nun ein Bild in die Mediathek hoch, wird die Brennweite richtig dargestellt.

(gefunden im WordPress-Forum)

All together now – die Anwendung

Die so beschrifteten Bilder lassen sich nun ganz normal in einen Post einfügen. Man muss sich ab jetzt nicht mehr darum kümmern, wie die Metadaten in die Beschreibung des Fotos kommen – der IMC kümmert sich darum. Wenn man mal mehr als zwei derartig getaggte Fotos in einen Post eingebaut hat, wird man die Zeitersparnis, die das Plugin bringt, sehr zu schätzen wissen.

Galerie- und Lightbox-Plugins können auf die getane Arbeit aufsetzen. Diese Plugins lesen einfach den Inhalt der einzelnen Beschreibungsfelder aus und stellen ihn dar. Da der IMC bereits beim Upload zuschlägt und die einzelnen Felder eines Bildes füllt, sind bereits alle Angaben eingetragen, wenn ein Bild über ein Plugin angezeigt wird.

Zum Schluss ein Beispiel. Auf das Bild klicken und die Lightbox geht auf und zeigt die EXIF-Daten an, die automatisch durch den IMC nach dem Upload des Fotos in die Mediathek ermittelt wurden.

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Raupe im Herbst

Lange Rede, kurzer Sinn

Mit dem Image Metadata Cruncher lassen sich Fotos automatisch beschriften. Wenn man sich einmal durch die Konfiguration gewuselt hat, spart man danach eine Menge Zeit. Dass die so generierten Beschriftungen problemlos in einer Lightbox angezeigt werden können, macht die Sache noch mal charmanter.